Spielen um Geld ist Unterhaltung, und Unterhaltung kostet. Bei Spielautomaten ist der Verlust über viele Spiele der Normalfall, nicht die Ausnahme. Der Spielerschutz in Deutschland soll dafür sorgen, dass dieser Preis überschaubar bleibt. Er ist im Glücksspielstaatsvertrag 2021 festgeschrieben und gilt bei jedem Anbieter mit deutscher Erlaubnis, ohne dass Sie etwas einschalten müssen.
Auf dieser Seite zum Spielerschutz stehen die Werkzeuge, die Ihnen ein legales Online Casino bieten muss, und die Stellen, an die Sie sich wenden können, wenn das Spielen zur Last wird. Ausführlich erklären einzelne Regeln unsere Ratgeber, und ausprobieren lassen sich viele davon mit Spielgeld auf dem Automaten unserer Startseite.
Spielerschutz bei Online-Slots: die Werkzeuge
Das erste Werkzeug begegnet Ihnen schon bei der Anmeldung zu einem neuen Konto: das monatliche Einzahlungslimit. Ohne ein festgelegtes Limit dürfen Sie nicht spielen. Es gilt für alle legalen Anbieter zusammen und liegt grundsätzlich bei höchstens 1.000 € im Monat. Senken wirkt sofort, Erhöhen erst nach sieben Tagen. Details stehen im Ratgeber zum LUGAS-Limit.
Das zweite Werkzeug ist der Panikknopf. Jedes Online Casino mit deutscher Erlaubnis muss ihn überall dort dauerhaft zeigen, wo gespielt werden kann. Ein Klick sperrt Sie sofort für 24 Stunden, eine Sicherheitsabfrage ist verboten. Danach endet die Sperre von selbst. Der Knopf ist für den Moment gedacht, in dem eine Sitzung aus dem Ruder läuft.
Für längere Pausen gibt es die bundesweite Sperrdatei OASIS, an die alle lizenzierten Anbieter angeschlossen sind. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, in der Regel ein Jahr, und endet nur auf schriftlichen Antrag. Eintragen lassen können Sie sich über das Spielersperrsystem OASIS beim Regierungspräsidium Darmstadt. Alles Weitere erklärt der Ratgeber zur OASIS-Sperre.
- Einzahlungslimit: grundsätzlich höchstens 1.000 € im Monat über alle Anbieter, Senkung sofort, Erhöhung nach 7 Tagen
- Panikknopf: sofortige Sperre für 24 Stunden, ohne Rückfrage
- Pause nach 60 Minuten: Hinweis zum Bestätigen, am Automaten 5 Minuten Pause
- 30-Tage-Übersicht: Einsätze, Gewinne und Verluste bei jedem Einloggen
- OASIS-Sperre: mindestens 3 Monate, in der Regel 1 Jahr, Ende nur auf Antrag
Spielerschutz durch Pausen und den Blick auf die eigenen Zahlen
Ein legaler Anbieter zeigt Ihnen während des Spielens laufend an, wie lange Sie schon eingeloggt sind. Nach 60 Minuten erscheint ein Hinweis, den Sie ausdrücklich bestätigen müssen, und am Spielautomaten geht es erst fünf Minuten danach weiter. Das wiederholt sich jede weitere Stunde. Diese Unterbrechung ist kurz, aber sie zwingt dazu, kurz innezuhalten.
Mindestens ebenso wichtig ist die 30-Tage-Übersicht. Nach jedem Einloggen muss der Anbieter Ihnen die Summe Ihrer Einsätze, Gewinne und Verluste der vergangenen 30 Tage zeigen, und Sie bestätigen sie, bevor Sie spielen. Ihren Kontostand sehen Sie jederzeit, die Historie reicht zwölf Monate zurück. Wer diese Zahl ernst nimmt, braucht keinen weiteren Rechner.
- 60 Minutenbis der Hinweis zum Bestätigen erscheint
- 5 MinutenPause danach am Spielautomaten
- 30 TageBilanz bei jedem Einloggen
- 12 MonateSpielhistorie im Konto
Dazu kommen die Bremsen am Automaten selbst: im Schnitt mindestens fünf Sekunden pro Spiel, kein Autoplay, nur ein Spiel zur Zeit und grundsätzlich höchstens ein Euro Einsatz pro Spin. Höhere Einsätze bis 3 € oder 5 € sind seit Juli 2026 nur ab 21 Jahren und unter Auflagen möglich. Mehr dazu im Ratgeber zur 5-Sekunden-Regel.
Was ein Automat kostet: Anzeigen im Spiel
Zum Spielerschutz gehört auch, dass Sie vor dem Spin wissen, worauf Sie sich einlassen. Jedes legale Spiel muss dort, wo Sie den Einsatz wählen, die durchschnittliche Auszahlung pro eingesetztem Euro anzeigen, also die RTP-Quote, und die Wahrscheinlichkeit des Höchstgewinns. Liegt die Quote etwa bei 95 %, bleiben im langen Schnitt fünf Cent pro Euro beim Anbieter.
Hinzu kommt die Virtuelle Automatensteuer von 5,3 %, die der Anbieter auf den Einsatz abzüglich der Steuer zahlt, rund fünf Cent pro Euro. Sie steht auf keiner Abrechnung, prägt aber das Angebot. Was die Quote bedeutet und was nicht, erklärt unser Ratgeber zu RTP und Volatilität, der auch die Rolle der Schwankungen beschreibt.
| Was Sie sehen oder wissen sollten | Was es bedeutet |
|---|---|
| RTP-Quote am Einsatz | durchschnittliche Auszahlung pro eingesetztem Euro; bei 95 % bleiben im langen Schnitt fünf Cent pro Euro beim Anbieter |
| Chance auf den Höchstgewinn | Wahrscheinlichkeit, direkt dort angezeigt, wo Sie den Einsatz wählen |
| Virtuelle Automatensteuer, 5,3 % | zahlt der Anbieter auf den Einsatz abzüglich der Steuer, rund fünf Cent pro Euro |
Hilfe bei Glücksspielproblemen
Ob das eigene Spielen problematisch geworden ist, lässt sich von außen schwer beurteilen und von innen oft noch schwerer. Einen guten ersten Schritt bietet die Plattform check-dein-spiel.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Dort finden Sie einen Selbsttest, Informationen und Beratungsangebote, die sich an Spielende und an ihr Umfeld richten.
Wer lieber mit einem Menschen spricht, erreicht das BIÖG-Beratungstelefon zur Glücksspielsucht unter 0800 1 37 27 00. Es ist montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr besetzt. Weitere Informationen zur Hilfe bietet das Bundesinstitut auf seiner Website bioeg.de, und laut BIÖG ist es möglich, dabei anonym zu bleiben.
Neben dem bundesweiten Beratungstelefon gibt es in jedem Bundesland eine Stelle, die Hilfe bei Glücksspielsucht koordiniert oder vermittelt. Die Karte unten zeigt alle 16: Tippen Sie auf das Kürzel Ihres Bundeslands, dann erscheinen Name und Link der Stelle, ihre Angebote und, wo sie eine nennt, die Telefonnummer. Die Angaben stammen von den Seiten der Stellen selbst.
Hilfe in Ihrem Bundesland
-
Baden-Württemberg
Informationen zu Glücksspiel und Glücksspielsucht, Adresslisten „Rat und Tat“ der Beratungsstellen je Regierungsbezirk, Aktionstag, Schulungen nach § 7 LGlüG. -
Bayern
Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG)
Telefon: 089 55 27 359 0Zentrale Schnittstelle für Prävention und Beratung: 24 spezialisierte Fachstellen an 22 Suchtberatungsstellen, Online-Beratung PlayChange, Selbsttest (auch Leichte Sprache), Klinikexplorer, türkischsprachige Hotline. -
Berlin
Telefon: PZVS 030 84 52 21 12 · Café Beispiellos 030 66633955PZVS: Selbsttest Glücksspiel, Messenger-Ratgeber, Übersicht der Berliner Beratungsangebote, Materialien; Café Beispiellos: Beratung und Behandlung ausschließlich für Glücksspielsüchtige und Angehörige, Online-Beratung über verhaltenssucht-berlin.de. -
Brandenburg
Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (BLS)
Telefon: 0331 581 380 23Koordiniert das Netzwerk „Frühe Intervention bei pathologischem Glücksspiel“ mit 17 qualifizierten Beratungsstellen; Beratungsstellen-Liste, Infomaterial, Faktenblatt. -
Bremen
Fachstellen Glücksspielsucht im Land Bremen (Koordination Universität Bremen)
Telefon: Bremen-Stadt 0421 98979-0 / -27 / -28 (offene Sprechzeiten Mo + Fr 10–12 Uhr, Di 14:30–16 Uhr); Bremerhaven 0471 34021Kostenlose, auf Wunsch anonyme Beratung für Betroffene und Angehörige in Bremen und Bremerhaven; Einzel-, Paar- und Gruppengespräche, Vermittlung in Reha. -
Hamburg
Sozialbehörde Hamburg, Fachabteilung Drogen und Sucht
Telefon: 040 23 93 44 44 · Mo + Do 9–18 Uhr, Di 10–18 Uhr, Mi 13–18 Uhr, Fr 10–14 UhrAnonyme Helpline (im Auftrag von SUCHT.HAMBURG betrieben vom LUKAS Suchthilfezentrum Hamburg-West), Selbsttests, Beratungsstellen-Suche mit PLZ, Selbsthilfegruppen, Angehörigen- und Spielschulden-Infos. -
Hessen
Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS)
Landeskoordination der 15 Fachberatungen für Glücksspielsucht in Hessen; Adressen der Fachberatungen, Infovideos, Jahresberichte. -
Mecklenburg-Vorpommern
Landesfachstelle Glücksspielsucht MV c/o LAKOST MV
Telefon: 0385 302007-12Informationen und Aufklärung, Selbsttest, Liste der Schwerpunktberatungsstellen, Fortbildungen. -
Niedersachsen
Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen (NLS)
Telefon: 0511 62 62 66-0Landeskoordination von 26 Fachkräften für Glücksspielsucht in Suchtberatungsstellen; Hinweise auf Online-, Telefon- und Vor-Ort-Beratung und Selbsttest. -
Nordrhein-Westfalen
Landesfachstelle Glücksspielsucht der Suchtkooperation NRW
Telefon: 0800 0 77 66 11 · Mo–Fr 10–16 UhrKostenfreies, anonymes Hilfetelefon, Onlineberatung, Frauenberatung, Hilfe vor Ort, Selbsthilfe, Infos zur Glücksspielsperre (ausgezockt.de). -
Rheinland-Pfalz
Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV)
Koordination der Regionalen Fachstellen Glücksspielsucht (Adressliste auf der Seite), Selbsttest-Hinweis, Selbsthilfe, Informationen. -
Saarland
Landesfachstelle Glücksspielsucht Saarland (LaFaGS), Haus der Caritas
Telefon: 0681 3 09 06 90Beratung, Übersicht psychosozialer Beratungs- und Schuldnerberatungsstellen im Saarland, Veranstaltungen. -
Sachsen
Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren e.V. (SLS)
Fachinformationen, Online-Datenbank der Suchtberatungsstellen, Elternratgeber und Faktenblatt Glücksspiel, Verweis auf Selbsttest/Online-Beratung des BIÖG. -
Sachsen-Anhalt
Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt
Telefon: 0179 2695411 (Landeskoordination)Koordination der Schwerpunktberatungsstellen „Glücksspielsucht“ (Kontakte auf der Seite), Fachberatung für Beratungsstellen, Prävention; Verweis auf DigiSucht. -
Schleswig-Holstein
Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein e.V. (LSSH)
Telefon: 0431 65 73 94 40Koordination der Glücksspielfachberatung und der Fachstellen für Medienabhängigkeit, Präventionsprojekte, Arbeitskreis Glücksspielsucht (AKGS). -
Thüringen
Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht (Träger: fdr+ Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.)
Infos zu Beratungsstellen und Selbsthilfe (eine Schwerpunktberatungsstelle in Erfurt), Online-Flyer mit Thüringer Hilfeangeboten, Präventionsmaterialien.
Tippen Sie auf Ihr Bundesland.
Hilfe zu suchen ist kein großer Schritt und verpflichtet zu nichts. Ein Gespräch am Telefon kann helfen, die eigene Lage zu sortieren, bevor Sie über ein Limit, eine Sperre oder weitere Unterstützung entscheiden. Und wer sich Sorgen um einen Angehörigen macht, kann sich ebenfalls an diese Stellen wenden, auch ohne dass die betroffene Person davon weiß.
Warum wir nur legale Anbieter empfehlen
Alle hier beschriebenen Werkzeuge gibt es nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis, denn nur sie sind an die zentrale Limit-, Aktivitäts- und Sperrdatei angeschlossen. Deshalb enthält unsere Übersicht der legalen Online Casinos und Spielotheken ausschließlich Anbieter von der Whitelist der GGL, die wir zuletzt im Oktober 2026 abgeglichen haben. Ein Anbieter ohne diesen Spielerschutz taucht bei uns nicht auf.
Nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis
- LUGASLimitdatei: grundsätzlich 1.000 € im Monat über alle Anbieter
- Aktivitätsdateiverhindert paralleles Spiel
- OASISSperrdatei: Selbstsperre ab drei Monaten
- Oktober 2026letzter Abgleich mit der Whitelist der GGL
Häufige Fragen
Wann ist das BIÖG-Beratungstelefon erreichbar?
Das Beratungstelefon zur Glücksspielsucht des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit erreichen Sie unter 0800 1 37 27 00. Es ist montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr besetzt, an 363 Tagen im Jahr. Geschlossen ist es am 24. und am 31. Dezember.
Kann ich mich bei nur einem Anbieter sperren lassen?
Der Panikknopf und die OASIS-Sperre wirken über die zentrale Sperrdatei bei allen angeschlossenen Anbietern, nicht nur bei einem. Das ist gewollt, denn eine Sperre bei nur einem Anbieter ließe sich mit einem neuen Konto bei einem anderen umgehen. Ein niedriges Einzahlungslimit gilt ebenfalls bei allen Anbietern zusammen. Das Spielen bei einem anderen legalen Anbieter bleibt dann ausgeschlossen.
Muss ich bei der Beratung meinen Namen nennen?
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit schreibt zu seinem Beratungstelefon, dass es möglich ist, anonym zu bleiben. Sie können also zunächst Fragen stellen und über Ihre Lage sprechen, ohne sich vorzustellen. Ergänzend bietet die Plattform check-dein-spiel.de einen Selbsttest, den Sie für sich allein am Bildschirm machen können. Das senkt die Hemmschwelle für ein erstes Gespräch.
Hilft der Spielerschutz auch Angehörigen?
Die Werkzeuge der Anbieter richten sich an die Spielenden selbst, also Limit, Panikknopf und Selbstsperre. Für Angehörige sind die Beratungsangebote wichtiger. Die Plattform check-dein-spiel.de des BIÖG bietet Informationen und Beratung, und auch das Beratungstelefon unter 0800 1 37 27 00 ist eine Anlaufstelle, wenn Sie sich um jemanden sorgen. Stand der Rufnummer: Oktober 2026.